B-Vitamin-Mangel durch die Pille

Mikronährstoffe verbessern Angst, Stress und Depressionen bei Verwenderinnen der Pille

B-Vitamin-Mangel durch die Pille

Schon fast undenkbar ist für viele Frauen ein Leben ohne die „Pille“ als Verhütungsmittel. Die Möglichkeit der einfachen und unkomplizierten Verhütung eröffnet vielfältige Chancen auf eine selbstbestimmte Lebensplanung.

Dabei in den Hintergrund gerät dabei oft die Tatsache, dass es sich dennoch um ein Medikament mit möglichen Nebenwirkungen handelt und nicht um ein Bestandteil des Lifestyles.

Nervosität, Reizbarkeit und nachlassende Libido…

B-Vitamin-Mangel durch die Pille

… sind einige bekannte Nebenwirkungen der Antibaby-Pille (orale Kontrazeptiva).

Welchen Einfluss die Pille auf die Lebensqualität und auch auf das Wohlbefinden haben Sie vielleicht auch schon erlebt. So zeigen sich im Vergleich zu Nicht-Verwenderinnen tatsächlich schlechtere Werte hinsichtlich Vitalität, Schmerzen und dem psychischen Wohlbefinden (Wallwiener et al. 2010, Wallwiener et. al. 2015, Viebahn, Fäth-Neubauer 2012).

Erschreckend finde ich die Tatsache, das Nebenwirkungen wie depressive Verstimmungen und Depression besonders gut erforscht sind und trotzdem damit umgegangen wird als wäre es ein Bonbon. So konnte in einer groß angelegten Studie mit über einer Millionen Frauen gezeigt werden, dass einen Zusammenhang gibt bei der Verwendung der Pille und dem nachfolgenden Gebrauch von Antidepressiva sowie dem erstmaligen Auftreten einer diagnostizierten Depression (Skovlund et. al. 2016).

 

Doch wo kommt jetzt der B-Vitamin-Mangel her?

Die Pille beeinflusst über verschiedene Wege im Stoffwechsel den Status einiger Mikronährstoffe. Diese hängen wiederum eng mit dem psychischen Wohlergehen zusammen.

So kann ein Vitamin B6-Mangel, welches bei Pillenanwenderinnen häufig nachweisbar ist, den Tryptophan-Serotonin-Stoffwechsel gewaltig aus der Balance bringen –> siehe Bild (Rios-Avila et al. 2015).

 

 

Ebenfalls hat die Einnahme der Pille einen Effekt auf Folsäure, Vitamin B12, Vitamin B2, Zink und Magnesium.

Das heißt, auf diese Vitalstoffe ist besonders zu achten. Entweder über die Ernährung entsprechend ergänzend oder gezielt supplementieren.

Kommt es nun noch zu einer erhöhten Ausscheidung, zum Beispiel bei einem erhöhten metabolischen Umsatz (z.B. durch Sport oder bei Schilddrüsenfunktionsstörungen) oder

einer verringerten Resorption der Nährstoffe, so kann sich über die Zeit ein echter Nährstoffmangel entwickeln.

 

 

B-Vitamin-Mangel durch die Pille

Die aktuellen Daten zeigen, dass eine gezielte Supplementierung mit den relevanten Vitaminen und Mineralstoffen das psychische Wohlbefinden verbessern kann.

 

Doch was ist der beste Weg?

  1. Eine Möglichkeit besteht darin, die Nährstoffe über einer Nahrungsergänzung in einem Kombi-Präparat zuzuführen.
  2. Die Andere, aus meiner Erfahrung oft zielführendere Option, ist eine genaue Analyse der betroffenen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Da unser Stoffwechsel sehr komplex arbeitet und alle Stoffwechselwege mehr oder weniger voneinander abhängig oder miteinander verknüpft sind, ist die Zufuhr einzelner Nährstoffe ohne den Status der „Helfer-Vitamine“ zu kennen, wenig zielführend.

 

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